Sonntag,4.09.2022

17:00 Uhr

Franz Schubert

Winterreise

Johannes G. Schmidt, Bariton

Annegret Staemmle, Klavier

Johannes G. Schmidt

Fotograf: Günter Ludwig

Johannes G. Schmidt

Franz Schubert Winterreise

Annegret Staemmle

Annegret Staemmle

Franz Schubert Winterreise

Wer würde beim diesjährigen Thema des Magdeburger Liedersalons „Wandern!“ nicht sofort an die „Winterreise“ denken!? Der wohl bekannteste Liederzyklus von Franz Schubert hat fast 200 Jahre nach seiner Entstehung keineswegs an Popularität verloren. Und so soll er auch nicht im Programm der diesjährigen Ausgabe des Liedersalons fehlen. Die Lieder die Schubert nach Texten von Wilhelm Müller ein Jahr vor seinem Tod geschrieben hat, ziehen den Zuhörer nach wie vor weltweit in ihren Bann. Erzählt der Zyklus doch auf so unvergleichliche Art und Weise vom Hoffen, Sehnen und Leiden eines Wanderers, von der Liebe und dem damit verbundenen Kummer. Die dem Zyklus zugrundeliegenden Gedichte, alle in „Ich Form“ geschrieben, lassen so ganz unmittelbar den Sänger zum von Liebeskummer getriebenen Wanderer werden und das Publikum begleitet ihn unweigerlich auf dieser wechselhaften Reise. Von Augenblicken der überschwänglichen Freude, bis hin zur hoffnungslosen Verzweiflung durchleben Publikum und Interpreten diese Wanderung. Während in Liedern wie „Der Lindenbaum“ oder „Die Post“ Hoffnung aufkeimt, es möge sich doch am Ende alles in ein Happy End auflösen, so trübt sich doch im weiteren Verlaufe des Zyklus die Stimmung mehr und mehr ein. Moll-Tonarten bestimmen zunehmend die Musik. Und doch blitzen immer wieder Passagen der Hoffnung, ja sogar der Hochstimmung auf. Das eindrückliche Schlusslieder „Der Leiermann“, in seiner musikalischen Einfachheit allein ein Meisterwerk, ist an Trostlosigkeit dann aber kaum mehr zu überbieten. So liegt, wie so oft in der Romantik, die Gegen-sätze „Von Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ doch so nahe.

Bei seinen mehr als 600 Liedern vermag es Schubert immer wieder der Klavierbegleitung eine so prächtige Klangvielfalt zu geben, dass man meint, ein ganzes Orchester würde den Sänger begleiten. Textpassagen sind in einer solchen Genialität symbolhaft in die Klavierbegleitung hinein geschrieben, dass die Musik so bildhaft und plastisch wird.Künstler verschiedener Bereiche lassen sich von dem musikalischen Meisterwerk der „Winterreise“ immer wieder inspirieren, sei es durch Arrangements, Filmproduktionen oder Lesungen. Zum heutigen Konzert wird die „Winterreise“ in ihrer ursprünglichen Form für das Publikum, aber auch für die Interpreten zu erleben sein. In der sehr intimen Form der Konzerte des „Magdeburger Liedersalons“ wollen die Künstler in besonderer Weise mit ihrem Publikum in Kontakt treten. Dabei soll der „sterile Charakter“ so mancher Liederabende durchbrochen werden und die Künstler möchten Persönliches und Erklärendes zu den Liedern erzählen.

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