Das Konzertformat „Liederabend“ ist in den letzten Jahrzehnte leider etwas in den Hintergrund getreten und nur noch vereinzelt in den heutigen Konzertprogrammen zu finden.

Die Entwicklung des Kunstliedes begann bereits am Ende des 16.Jahrhundert. Das Genre entwickelte sich im 19. Jahrhundert zur facettenreichen Kunstform: lyrische Texte verwandelten sich in anspruchsvolle Kompositionen mit subtilen und vielschichtigen Erzählebenen. Die Verdichtung von Sprache und Musik verlangen von den Darbietenden eine hohes Maß an Kunstfertigkeit und Einfühlungsvermögen.

Namhafte Komponisten und Komponistinnen vieler Länder nahmen sich der intimen Kunstform an und hinterließen einen reichen Schatz. Lieder bieten eine breite Palette in Bezug auf Form, Thematik und Inhalte. Allen ist gemeinsam: sie erzählen von Liebe und Freude, von Sehnsucht und Eifersucht, aber auch von Schmerz und Leid.

Das Festival des Liedes, welches in Kooperation mit der Landeshauptstadt Magdeburg, dem Gesellschaftshaus und dem Magdeburger Musikverein stattfindet möchte sich vom 24.-26. September 2021 intensiv mit dem Kunstlied auseinandersetzen. Die Künstler lassen das Publikum dabei hinter die Kulissen schauen. Sie teilen Hintergründe zu den Komponisten, zur Entstehung der Lieder und ihrer Texte.

Die Konzerte spannen sich geographisch über die Stadt auf. Musikbegeisterte Magdeburgerinnen und Magdeburger öffnen ihre Gärten und Häuser. Wir laden Sie ein, in einer persönlichen und ungezwungenen Atmosphäre und einem kleinen Publikumskreis den Erzählungen zu lauschen.